Volkskultur oder völkische Kultur? Die wahre Agenda der FPÖ beim Aufsteirern

Das Verbot der RosaLila PantherInnen-Hütte beim „Aufsteirern“ ist ein skandalöser Angriff auf unsere Freiheit und unsere Art zu leben. Die FPÖ missbraucht ihre Stellung in der Landesregierung, um mit Fördermitteln Veranstalter zu erpressen und die Kultur nach ihrer Ideologie zu formen. Das richtet sich nicht nur gegen die queere Community, sondern gegen alle, die nicht in das enge Weltbild der FPÖ passen.

Unter dem Deckmantel der Budgetkonsolidierung werden Fördermittel für Grazer Kulturvereine gekürzt, während gleichzeitig die Fördertöpfe für „Volkskultur“ aufgestockt werden – definiert nach dem Geschmack der FPÖ. Damit wird Kulturpolitik zur Waffe, um Vielfalt zu unterdrücken und Menschen zu marginalisieren. In Wahrheit geht es hier nicht um Volkskultur, sondern um völkische Kultur – und damit um ein gefährliches, ausgrenzendes Gesellschaftsbild.

Graz ist eine bunte, vielseitige Stadt und trägt nicht umsonst den Titel Menschenrechtshauptstadt. Die RosaLila PantherInnen sind mit Veranstaltungen wie dem Tuntenball, dem CSD Parkfest, Pink Christmas und vielen weiteren Events seit Jahrzehnten ein fester Teil dieser Stadt. Wer versucht, diese Vielfalt zu verdrängen, greift Graz direkt an.

Ein stilisierter, weißer Panther im Stil des steirischen Wappentiers. Anstelle von Feuer speit er einen Regenbogen in den Pride-Farben. Um seinen Körper ist die Trans-Pride-Flagge in Hellblau, Rosa und Weiß geschlungen.

Besonders beschämend ist, dass die ÖVP als Koalitionspartner dieses Vorgehen zulässt und mitträgt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Stadt Graz, obwohl sie Großsponsor und Ausrichter des „Aufsteirern“ ist, ihre Interessen nicht durchsetzen konnte. Gerade als Austragungsort trägt die Stadt die Verantwortung, stark gegenüber dem Land aufzutreten und sich entschieden gegen jede Form politischer Erpressung zu wehren.

Die Piratenpartei Graz sagt es deutlich: Kultur ist Vielfalt. Kultur ist Freiheit. Kultur ist keine Waffe!